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Срок годности

11.10.06 12:16
Re: Срок годности
 
  Guseni4ka старожил
Вот что нашла:
Haltbarkeit und Konservierung von kosmetischen Produkten
Wie lange sind Kosmetika haltbar?
Laut Gesetz müssen unangebrochene Produkte mindestens 30 Monate lang haltbar sein.
Anderenfalls müssen sie mit einem entsprechenden Mindesthaltbarkeitsdatum versehen werden.
Bei bereits angebrochenen Produkten ist ihre Haltbarkeit hauptsächlich von ihrem Wassergehalt, der Keimbelastung und den Aufbewahrungsbedingungen (Licht, Temperatur) abhängig. Verändert ein Produkt sein Aussehen (Farbe, Konsistenz, sichtbares Entmischen der Bestandteile) oder den Geruch, dann soll man es lieber wegwerfen.
Konservierung - ja oder nein?
In Kosmetika sollen Konservierungsmittel die Vermehrung von Mikroorganismen eindämmen, damit das Produkt nicht verdirbt. Doch sie halten nicht nur die unerwünschte Mikroorganismen im Produkt im Schach, sondern können auch die natürliche Hautflora beeinträchtigen. Fakt ist, dass viele Konservierungsmittel Allergien und Unverträglichkeitsreaktionen auslösen können. Ebenso sicher ist auch, dass sie eine wichtige Funktion erfüllen. Nicht konservierte kosmetische Produkte sind ein vorzüglicher Nährboden für Bakterien oder Schimmelpilze. Diese können Stoffe produzieren, die die Haut schädigen. Da Mikroorganisme besonders gut in Produkten mit relativ hohem Wassergehalt (O/W-Emulsionen) wie z.B. Körperlotionen oder Reinigungsmilch gedeihen, müssen diese sorgfältig konserviert werden. Wasserfreie oder wasserarme W/O-Emulsionen mit hohem Fettgehalten benötigen in der Regel weniger Konservierung.
Zahlreiche synthetische Konservierungsstoffe zeigen ein hohes Allergiepotential. Formaldehyd reizt Schleimhäute und Augen, lässt die Haut altern und hat sich im Tierversuch als krebserregend erwiesen. Der Einsatz von Formaldehydabspaltern, die nach und nach Formaldehyd freisetzen, ermöglicht den Herstellern das Einhalten der vorgeschriebenen Maximalkonzentration im fertigen Produkt z.B. 0,2% in Shampoos oder bis 0,1% in Mundpflegemitteln.
Auch halogenorganische konservierende Verbindungen mit Chlor, Brom, Fluor oder Jod sind oft hautreizend und können Allergien auslösen. Einige dieser Vertreter reichern sich in der Umwelt und im Fettgewebe des Menschen an und gelten als krebsverdächtig.
Naturkosmetik - Kosmetik ohne Konservierung?
Die Naturkosmetikbranche setzt auf Alternativen zu den umstrittenen chemischen Konservierungsmitteln. Doch auch sie verzichtet nur selten gänzlich auf Konservierungshilfen.
Mit extremer Hygiene bei der Herstellung kann die Keimfreiheit der Kosmetika erreicht werden. Als positive Nebeneffekte werden oft die konservierenden Eigenschaften verschiedener ätherischer Öle genutzt, die gleichzeitig dem Produkt eine Duftnote verleihen.
Als natürliche Konservierungsmittel werden auch Alkohole aus natürlicher Gärung eingesetzt. Zulässig sind ebenfalls Sobinsäure und Benzoesäure, die sich in der Konservierung von Lebensmittel bewährt haben.
Wenig bzw. keine Konservierung bedürfen Produkte, die in Tuben und Spendern abgefüllt werden, da diese Verpackungsform den Kontakt mit der Luft verhindert.
Doch auch Naturkosmetika können problematisch sein. Nicht konservierte Produkte können verderben. Schon beim Ranzigwerden von Fetten und Ölen werden Zersetzungsprodukte gebildet, die die Haut irritieren können. Zu bedenken ist ebenfalls, dass viele Pflanzen sensibilisierende Stoffe enthalten, die eine Allergie hervorrufen können. Ein Verträglichkeitstest ist hier empfehlenswert: etwas von dem Produkt auf die Innenseite des Unterarms auftragen. Treten an dieser Stelle innerhalb von 1-2 Tagen Rötungen und/oder Juckreiz auf, dann ist es besser, auf das Produkt zu verzichtet.
So bleibt kosmetik länger haltbar
Kosmetika lichtgeschützt und kühl lagern.
Auf Hygiene bei Entnahme der Kosmetika achten. Bei Cremes in Tiegeln hat sich die Benutzung von Spateln bewährt.
Tuben und Tiegel sofort nach Entnahme dicht verschließen, um die Keimbelastung aus der Luft zu minimieren.
Einen hygienischen Vorteil bieten z.B. Spender.
Selten verwendete Kosmetika in kleinen Portionsgrößen kaufen.
Bei häufig verwendeten und länger haltbaren Kosmetik auf Nachfüllmöglichkeiten achten.
Reagiert die Haut mit Rötung oder Irritationen auf bestimmtes Produkt, dann ist das Meiden die erste Maßnahme. Wichtig ist auch zu wissen, welcher Stoff für die Unverträglichkeit verantwortlich ist. Ein Blick auf die Deklaration kann dann eine erneute └Irritation⌠ ersparen.
Die VERBRAUCHER INITIATIVE hat die gebräuchlichsten Konservierungsmittel in Kosmetika in einem vierseitigen Faxabruf zusammengestellt und bewertet. Unter der Faxnummer 0190/150 270 121 (0,62 ┬/Minute) finden Verbraucherinnen und Verbraucher rund um die Uhr außerdem zahlreiche Tipps, wie Sie die Haltbarkeit von Kosmetika verlängern können.
 

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