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Евреи-христиане: не все потеряно!

01.06.08 00:58
Re: Евреи-христиане: не все потеряно!
 
Zittau постоялец
в ответ Darja68 31.05.08 17:27
Am 8. Februar 1990 brachte ein sehr frommer Rabbiner aus Jerusalem einigen Ostberliner Intellektuellen politisches Handeln nahe. Diese hatten ihren jüdischen Kulturverein der DDR gegründet, als im zerbrechenden Sowjetlande Angst vor neugeschürter antisemitischer Bedrohung umging. Der Rabbiner mahnte eine jüdische Pflicht an. Diese liege, nach seiner Meinung, in einer nachsozialistischen, folglich prägesamtdeutschen Grenzöffnung. Nur vier Tage später √ DDR-Außenministerium und sowjetische Botschaft hatten seine Emissäre schnöde abgewiesen √ stimmten die Vertreter des Volkes am Zentralen Runden Tisch einstimmig dem großen Aufruf des kleinen Vereins zu. Die überforderte Modrow-Regierung unternahm nichts, daher gebührt der letzten DDR-Regierung unter Lothar de Maizière der Dank für eine humanitäre Tat. Im Mai 1990 ersuchten erste sowjetische Juden in der DDR um ihr Bleiberecht. Damit wurde vor ihrem Ende die DDR unerwartet zu einem Einwanderungsland für sowjetische Juden und Menschen aus jüdischen Familien.
So ungewöhnlich wie diese Öffnung war, so wenig gelang es, sie in den Einigungsvertrag zu übertragen. Der ostdeutsche Unterhändler Krause konfrontierte seine westdeutschen Partner nicht mit diesem Beschluß zu humanitärer Hilfe aufgrund deutscher Geschichte, wie die DDR-Volkskammer fraktionsübergreifend erklärt hatte, und er unterließ, wozu ihn der Ministerrat beauftragt hatte. Zähneknirschend mußte das neu geeinte Deutschland dennoch öffentlichem und jüdischem Druck folgen. Im Februar 1991 beschloß die erste gesamtdeutsche Innenministerkonferenz ein jüdisches ╩Flüchtlingskontingentgesetz╚. Humanitäre Hilfe wurde nachrangig, primär sollte es darum gehen, die schwachen jüdischen Gemeinden zu stärken.
 

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