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Похудение

06.11.03 12:45
Re: Похудение
 
NTK посетитель
NTK
in Antwort Mihka 05.11.03 13:19
Diäten machen Deutsche immer dicker
Milliardenkosten durch falsche Ernaehrung
Hamburg - Die Deutschen werden immer dicker, und die Kosten für falsche Ernaehrung und falsche Diäten werden das deutsche Gesundheitssystem in den kommenden Jahren so stark belasten, dass "das kein Gesundheitssystem mehr tragen kann", so Sven-David Mueller, Sprecher des Deutschen Instituts für Ernaehrungsmedizin und Diätetik (DIET) in Aachen.
Die jährlichen Kosten für ernährungsbedingte Krankheiten werden auf 145 Milliarden Mark geschätzt, sagte Prof. Dr. Rudolf Schmitz, Präsident des DIET, dem Abendblatt. Allein die Behandlung von Übergewicht und dessen Folgeerkrankungen verschlingt jährlich 21 Milliarden Mark √ Tendenz steigend.
Bis zu 60 Prozent der Bevölkerung seien übergewichtig, und diese Zahl nehme ständig zu, betonte Mueller. Der Bewegungsmangel sei das, was uns dick macht. Ein Problem stellten dabei insbesondere die Kinder dar, weil sie von den Erwachsenen zur "Fehlernährung" erzogen würden und damit eine "dicke Zukunft" brächten. Bereits jeder achte Grundschüler ist zu dick, belegen Zahlen des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte in Hamburg.
Körperfettmasse
Übergewicht ist weit mehr als ein Schönheitsfehler. Zahlreiche Gesundheitsstörungen wie Atemnot bei Belastung, rasche Ermuedung, Schmerzen in überlasteten Gelenken, verstärktes Schwitzen und damit einhergehende Hautveränderungen sowie psychische Probleme können die Folge sein.
Durch das Übergewicht nimmt auch die Häufigkeit von bestimmten Krankheiten zu und die Lebenserwartung ab. Kritisch wird es bereits bei einem Body Mass Index (BMI) von mehr als 27. Der BMI stellt das Mass für die Erfassung der Körperfettmasse dar (Body Mass Index, siehe Seite 2). Die häufigsten Erkrankungen sind Diabetes Typ II, Bluthochdruck, Arterienverkalkung (Schlaganfall, Herzinfarkt), Verdauungsstörungen, Gelenkerkrankungen und Diabetes Typ 2.
"Bekannt sind in Deutschland insgesamt sechs Millionen Diabetiker. 5,5 Millionen von ihnen sind übergewichtig", so Mueller. Die Dunkelziffer bei Diabetes wird auf mindestens 20 Prozent geschätzt, weil viele Betroffene gar nichts von ihrer Zuckerkrankheit wissen.
Jo-Jo-Effekt
Um die überflüssigen Pfunde wieder loszuwerden, haben sich nach Angaben des Ernaehrungsexperten mehr als 40 Prozent der Deutschen in ihrem Leben schon einmal einer Diät unterzogen. Zehn Prozent der Bevölkerung seien praktisch ständig auf Diät. Der langfristige Erfolg dieser Schlankheitskuren geht laut Mueller aber "gen null".
"Die meisten Menschen werden durch ihre Diäten auf Dauer immer schwerer", so Mueller. Es komme zum so genannten Jo-Jo-Effekt: "Wenn man an Gewicht abnehmen möchte, muss man dem Körper weniger Energie zufügen als er braucht. Bei einer falschen Diät ohne Bewegung und mit einseitiger Ernaehrung verliert man an erster Stelle Muskulatur.
Muskulatur ist aber der Körperanteil, der für den Energiebedarf wichtig ist. Die meisten Diätwilligen schrauben ihren Energiebedarf also durch falsche Diäten immer weiter nach unten. Sie wollen nicht begreifen, dass Übergewicht langsam entsteht und auch langsam abgebaut werden muss." Die Folge: Wer seine Essgewohnheiten nicht grundlegend ändert, hat nach einseitigen Diäten sein vorheriges Gewicht schnell wieder erreicht - und oft sogar noch mehr.
Der Ernaehrungsexperte warnt vor Schlankheitskuren aus rein kosmetischen Gründen. "Wenn ich abnehme, weil ich auf einmal statt Kleidergröße 36 Größe 38 habe, ist das nur aus kosmetischer, aber nicht aus ernährungsmedizinischer Sicht interessant. Das führt höchstens zu Essstörungen wie Magersucht und Bulimie. Überhaupt werden Diäten oft nur durchgeführt, um wieder in den Bikini oder in die Hose hineinzupassen und nicht, um etwas für die Gesundheit zu tun. Es beginnt also meist schon mit dem falschen Antrieb."
Was heißt zu dick?
Wenn der Anteil des Fettgewebes im Körper über das Normalmass hinausgeht, spricht man von Übergewicht, bei stärkerem Übergewicht von Fettsucht (Adipositas). Doch was heißt zu dick? Wissenschaftler errechnen das mit dem so genannten Body Mass Index (BMI). Dabei wird das Körpergewicht in Kilogramm durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat geteilt.
Beispiel:
eine Frau mit 60 Kilogramm Gewicht und einer Körpergröße von 1,65 hat einen BMI von 60 : (1,65)2 = 22,05 Das bedeutet: Sie hat ein normales Gewicht. Hätte sie bei gleicher Körpergröße ein Gewicht von 85 Kilogramm, würde ihr BMI bereits 31,2 betragen, das heißt: Sie ist fettsüchtig (adipös).< /FONT >
Von Normalgewicht spricht man bei einem BMI zwischen 20 und 25 Übergewicht beginnt bei einem BMI von 25 Als stark übergewichtig oder fettsüchtig werden Menschen mit einem BMI über 30 bezeichnet. Als untergewichtig werden Menschen mit einem BMI unter 19 eingestuft. (HA)
Quelle: Hamburger Abendblatt Montag, 26. Februar 2001
www.abendblatt.de
 

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