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Elterngespräch...

26.11.13 17:25
Re: Elterngespräch...
 
Tulpe80 коренной житель
Tulpe80
в ответ Tulpe80 26.11.13 16:48
На страничке lehrerforen.de нашла вот это:
“Nachdem die ehemals Sonderschulen genannten Bildungseinrichtungen in ‘Förderschulen’ umgetauft wurden und quasi per amtlicher Verfügung der Übergang von der Regelschule zur Sonderschule quantitativ verringert wurde, ist es nun per UN-Konvent festgelegt, dass nach Prof. Poscher ’80 bis 90 Prozent der Kinder mit Behinderung eine normale Schule besuchen können und nur noch ein kleiner Teil eigenständige Fördereinrichtungen benötigt. Im Moment ist das Zahlenverhältnis in Deutschland etwa umgekehrt – je nach Bundesland mehr oder weniger.
Zur individuellen Förderung meiner 28 Erstklässler bin ich ja von Amts wegen schon des längeren verpflichtet, obwohl bisher noch niemand wirklich erklären konnte, wie das in der Realität aussieht. Es soll dem Hörensagen nach ja Kollegen geben, die in einer Unterrichsstunde sechsfach differenzieren (und selbst SO immer n och nicht individuell arbeiten). Ich gehöre noch zu der Generation von Lehrer/-innen, die gelernt haben, dass Unterricht gestuft und zielgerichtet ist und die einem Kontrollzwang unterliegen, weil sie nach jeder Unterrichstunde wissen “müssen”, wo die einzelnen Schüler/-innen stehen.
Sicher gibt es Kinder, die völlig unabhängig von den Lernbedingungen und Unterrichtsstufen lernen. Kinder, die keine Erarbeitsphasen benötigen, die sogar bei “schlechten” Lehrern ihr Wissen und Können steigern. Von diesen Kindern habe auch ich drei Kinder. Bleiben 25, die angeleitet werden müssen, die nicht selbstverantwortlich lernen wollen oder können, weil sie eben nicht methodenkompatibel gestrickt sind und keine Lernbegleiterin benötigen, sondern eine Lehrerin.
Bleiben wir bei der Lehrkraft: Ich kann 28 Kinder ebensowenig beziehungsweise ebenso viel individuell gezielt fördern, wie ich am heimischen Herd für die gleiche Anzahl Gäste individuell kochen könnte. Natürlich kann ich den Gästen ein Essen in Buffetform anbieten, von dem sie sich je nach gusto selbst bedienenn können – ganz sicher aber nicht individuell zubereitete unterschiedliche Speisen.
Als Lehrerin soll ich das….
In Zukunft werden wir neben dem Anspruch der individuellen Förderung der Regelschulkinder dann noch die Kinder in unseren Klassen fördern müssen, die sonderpädagogischen Bedarf haben. In den Medien wird diese Entscheidung als längst überfällig und integrativ gefeiert. Wer die Praxis kennt, kennt die Kehrseite der Medaille. Den Kindern, die sonderpägogischen Bedarf haben, wird das Recht genommen, in einem besonderen Raum von besonders ausgebildetem Lehrpersonal -und Therapeuten unterstützt- in wesentlich kleineren Gruppen als an Regelschulen üblich, zu arbeiten.
Mir bleibt verschlossen, was daran integrativ ist, wenn ein Kind mit einer Behinderung beispielsweise handelnd im Zahlenraum bis 10 Aufgaben löst, während die anderen Kinder im Zahlenraum bis 1 000 000 operieren. Im GU einer vierten Klasse wird man das dann so erleben.
Mir persönlich kommt diese Entscheidung so vor, als würde in einem Krankenhaus die Intensivabteilung geschlossen. Die Patienten kommen als “4.Bett” auf die Dreier-Zimmer der regulären Stationen, deren Pflegepersonalschlüssel natürlich unverändert bleibt. Die Lehrer/-innen seh ich in der Rolle der jetzt bereits völlig überlasteten Pflegekraft, die nun noch Sorge tragen muss, das Klingelzeichen eines Intensivpatienten zu überhören.”
 

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