Deutsch

Вопрос нашим Американцам

12.05.03 00:29
Re: Ну как же ему не быть-то?..
 
_Fair_ гость
_Fair_
в ответ Khimik 11.05.03 05:22
Erfolgloser Abgang der Elite-Schnüffler
Sie waren die Hoffnungsträger Amerikas. Mit modernstem Gerät sollten die Experten der 75th Exploitation Task Force Massenvernichtungswaffen im Irak aufspüren und der US-Regierung damit nachträglich den Grund für den Irak-Krieg liefern. Nun haben sie offenbar entnervt aufgegeben.
----------------------------------------

Washington - Wir erinnern uns: Am 5. Februar saß US-Außenminister Colin Powell mit todernster Mine im Uno-Sicherheitsrat und führte der Welt sein bisher geheimes Wissen über die Massenvernichtungswaffen im Irak vor. Er sprach von hunderten Tonnen chemischer und biologischer Kampfstoffe, die irgendwo im Irak versteckt seien. Er sprach von unzähligen Raketen und der Entwicklung der Atombombe. So richtig glaubhaft erschienen seine "gesicherten Beweise" damals nicht, häufig musste er zur Verdeutlichung auf Computergrafiken zurückgreifen.
Für fassbare Beweise wurde die 75th Exploitation Task Force zusammengestellt. Biologen, Chemiker, Atomphysiker, Computerexperten und Spezialkräfte der US-Armee sollten nach der Einnahme von Bagdad finden, was den Uno-Waffeninspektoren verborgen war: Die Waffen, mit denen Saddam Hussein beinahe die Welt unterjocht hätte.
Wie die "Washington Post" berichtet, ist die Suche der Elite-Spürnasen bisher ziemlich frustrierend verlaufen. Der Zeitung zufolge soll die Task Force schon im nächsten Monat abreisen - ohne auch nur einen einzigen Beweis für die wirkliche Existenz von Massenvernichtungswaffen gefunden zu haben. Die mit modernster Technik ausgerüsteten mobilen Labors der Task Force kamen nur selten zum Einsatz und konnten trotz feinster Geräte nicht einmal Spuren der Kampfstoffe ausmachen. Einige Wissenschaftler sollen sich der Zeitung zufolge bereits auf dem Rückweg in die USA befinden.
Colonel Richard McPhee, militärischer Chef der Task Force, ist nicht mehr so sicher, dass es den US-Militärs überhaupt gelingen wird, Beweise für die Entwicklung chemischer oder nuklearer Wafen zu finden. "Weiß ich, wo sie sind? Ich wäre froh, ich wüsste es ... aber wir werden sie finden. Oder nicht. Ich weiß nicht. Ehrlich."
Da hatte US-Präsident George W. Bush noch ganz anders geklungen, als er am 1. Mai auf dem Flugzeugträger USS Abraham Lincoln den Sieg im Irak-Krieg verkündete. "Wir haben die Suche nach versteckten chemischen und biologischen Waffen begonnen und wissen bereits von hunderten von Orten, die untersucht werden."
Bei denen, die die lange Liste möglicher Waffenverstecke abarbeiten mussten, machte sich laut "Washington Post" aber schnell Ernüchterung breit. Bei der Durchsuchung von rund 70 der 600 verdächtigen Plätze fanden die Spezialisten nicht einen verwertbaren Hinweis, und sie haben offenbar Zweifel, dass sich bei der weiteren Suche noch etwas finden wird. Das Blatt zitiert Offizier Richard Gonzales, den Leiter eines Alpha Teams der Task Force mit den Worten: "Warum gehen wir zu jedem der geplanten Ziele. Beantworten Sie mir das. Wir wissen, dass sie leer sind".
Doch die US-Regierung will nicht locker lassen. Die Task Force soll durch eine neue "Iraq Survey Group" ersetzt werden. Task-Force-Leiter McPhee empfängt die Ablösung mit offenen Armen: "Für mich sind sie wie Aladins Teppich, ein Ticket nach Hause".
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,248253,00.html
Кто с чем к нам - зачем, тот от того и - того. [А.Невский]
 

Перейти на