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Krawalle:20 000 Schüler demonstrieren in Hamburg

24.03.03 18:32
Krawalle:20 000 Schüler demonstrieren in Hamburg
 
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20 000 Schüler demonstrieren in Hamburg gegen Irak-Krieg
Krawalle mit Verletzten. Polizei geht mit Wasserwerfern gegen Demonstranten vor

Eine Schülerin wird am während einer Demonstration gegen den Irakkrieg von Polizeibeamten weggetragen
Foto: AP
Hamburg - Etwa 20000 Schüler haben am Montag in Hamburg gegen den Irak-Krieg demonstriert. Im Anschluss an die friedlich verlaufene Demonstration lieferte sich eine Gruppe von mehreren hundert Demonstranten in der Nähe des US-Generalskonsulats Auseinandersetzungen mit der Polizei. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt. Die Polizei nahm einige Demonstranten fest.
Die Schüler waren zunächst in einem Sternmarsch durch die Innenstadt gezogen. Auf Transparenten forderten sie └Kein Blut für Öl⌠ und └Brot statt Bomben⌠ und in lautstarken Sprechchören ein Ende des Krieges. Allein vor der Bildungsbehörde in Hamburg-Barmbek hatten sich am Morgen zu dem └Schulstreik⌠ mehr als zehntausend Demonstranten versammelt. └Wenn Krieg ist, können wir nicht einfach über Mathematik reden⌠, sagte einer der Organisatoren von der Aktion └Jugend-gegen-Krieg⌠.
Ursprünglich war eine Abschlusskundgebung in der Nähe des Hauptbahnhofs geplant. Als etwa 8000 Demonstranten entgegen der Absprache mit den Behörden über die Alsterbrücken einschwenkte, blockierte ein Großaufgebot der Polizei die Zufahrt zu dem etwa 300 Meter entfernten Generalkonsulat der USA an der Außenalster.
Als Flaschen, Steine und Eier auf die Polizei geworfen worden seien, setzte die Polizei nach Berichten von Augenzeugen Wasserwerfer und Schlagstöcke ein. Die meisten Demonstranten seien nach etwa einer Stunde abgezogen, berichtete die Polizei. Ewa 500 gewaltbereiten Demonstranten - └gewaltorientierte Jugendliche und erwachsene Palästinenser⌠ - seien auch mit Dachlatten gegen die Polizei vorgegangen, hieß es. Vor dem etwa 300 Meter entfernten Dammtorbahnhof kam es zu weiteren Auseinandersetzungen.
Sowohl Demonstranten als auch Polizisten seien verletzt worden, berichtete Polizeisprecherin Christiane Leven. Über die Zahl der Verletzten sowie der Festnahmen lagen am frühen Nachmittag noch keine Angaben vor. Nach Angaben der Organisatoren wurden mindestens vier Demonstranten verletzt. Der Schülersprecher der Gewerbeschule Wilhelmsburg, Timo Meincke, sprach von └massiven Polizeiübergriffen⌠. Eine 13-jährige Schülerin sei beim Weglaufen von Polizisten niedergeschlagen und verletzt worden.
Zu dem Schülerstreik sagte der Sprecher der Bildungsbehörde, Hendrik Lange, man habe Verständnis für die Betroffenheit der jungen Menschen. Darum solle der Irak-Krieg auch im Unterricht thematisiert werden. └Ein Streik ist aber kein geeignetes Mittel⌠, betonte Lange. dpa
Artikel erschienen am 24. Mär 2003
 

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