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Ауссиедлер и правозашитники

05.04.06 16:17
Re: Ауссиедлер и правозашитники
 
we-lcome свой человек
we-lcome
в ответ alltaihr 05.04.06 15:58, Последний раз изменено 05.04.06 16:51 (we-lcome)
На ваше несмеши отвечаю ответным "не смеши". Видимо, вы не успели прочесть приведенного мной фрагмента на реплику одного из участников, что де фермеры на земли росийской империи прибывали - это следует из его контекста с упоминанием фермеров, я же ответил, что фермеры не смогли сгормироваться в тот переиод времени именно из-за элементов крепостничества/ крепостничества:
http://www.ernst-moritz-arndt-gesellschaft.de/ema4/ema43.htm
Die Bauern waren verpflichtet, Abgaben in Form eines Zinses zu entrichten. Die Grundherren auf Rügen waren zudem bestrebt, durch Ausweitung des Hoflandes höhere Gewinne zu erzielen. Dies erfolgte in der Hauptsache durch ein Dazu-"legen" des eingezogenen Bauernlandes. Steuern wurden erhöht und der Frondienst gesteigert; bei Nichtbefolgen konnten schwere Strafen verhängt werden. ...
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts erreichte das Bauernlegen seinen Höhepunkt. Es dauerte auch noch im folgenden Jahrhundert unvermindert an. Nur sehr wenigen Bauern gelang es, sich durch "Loskauf" der Leibeigenschaft zu entziehen.
http://www.ernst-moritz-arndt-gesellschaft.de/ema4/ema432.htm
Die Leibeigenschaft auf Rügen verschärfte sich gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Ganze Dörfer wurden zur Ausweitung der Gutsländereien beseitigt. Wehrlose Bauern degradierte man zu hörigen Tagelöhnern, nur wenigen blieb dieses Schicksal erspart. Arndts Vater, Ludwig Nikolaus, konnte sich - obwohl er nur der Sohn eines Hirten der Herrschaft zu Putbus war - am 28. März 1769 für die hohe Summe von 80 Talern "loskaufen". Da es keinen Rechtsanspruch auf Freiheit gab, hing deren Erlangung nicht nur vom Geld ab. Der Leibherr (Gutsbesitzer) mußte immer seine Zustimmung zum Freikauf des Leibeigenen geben. Ernst Moritz Arndt wurde am 26. Dezember 1769 als Sohn eines im selben Jahr aus der Leibeigenschaft "Freigelassenen" geboren. 1803 erschien sein Buch "Versuch einer Geschichte der Leibeigenschaft in Pommern und Rügen". Dieses Buch "für Gerechtigkeit" bezeugte Arndts leidenschaftliches Engagement für die Entrechteten und Unterdrückten. Voller Empörung kritisiert er das Bauernlegen und die Leibeigenschaft in Vergangenheit und eigener Zeit.
http://de.wikipedia.org/wiki/Leibeigenschaft
In Südwestdeutschland lässt sich beobachten, dass die Leibeigenschaft im Mittelalter als eher loser Verbund zu denken ist. Erst seit dem 15. Jahrhundert nahmen die Herrschaften im Zusammenhang mit dem Territorialisierungsprozess ihre Rechte aus der Leibeigenschaft stärker wahr. Sie versuchten zunehmend, Grundherrschaft und Leibherrschaft durch Kauf und Tausch von Leibeigenen sowie durch verschärfte Heiratsbeschränkungen (Verbot der "ungenossamen Ehe") flächendeckend in Einklang zu bringen. Vor allem diese Heiratsbeschränkungen schürten den Unmut und waren mit eine wichtige Ursache für den Deutschen Bauernkrieg von 1524-1526.
Im 17. und 18. Jahrhundert, als die Heiratsbeschränkungen faktisch kaum mehr existierten, gab es kaum mehr Widerstand gegen die Leibeigenschaft. Es konnte sogar vorkommen, dass Leibeigene Angebote zur Ablösung ihrer Leibeigenschaft ausschlugen, obwohl sie dazu finanziell ohne weiteres in der Lage gewesen wären. Vor allem in Gebieten mit starker territorialer Zersplitterung, z. B. in Oberschwaben, erwies sich der juristische Schutz als wichtige Absicherung. Da die Leibeigenschaft eine gegenseitige Verpflichtung war, konnte sie nicht gegen den Willen des Leibeigenen aufgekündigt werden. Wenn jemand nicht in der Lage war, die Todfallabgaben aufzubringen, zeigten sich die Herrschaften in aller Regel kulant, indem sie Nachlässe gewährten, ganz verzichteten oder die Todfallabgabe durch eine symbolische Handlung (z. B. Wallfahrt) abgelten ließen. Der Leibeigenenmord von Bürau machte 1722 aber auch deutlich, wie rechtlos und den Launen ihrer Herren preisgegeben die Leibeigenen noch im 18. Jahrhundert waren: Der Gutsherr Heinrich Rantzau auf Bürau hatte die Frau, den Sohn und den Knecht eines vermeintlich straffälligen, aber entwichenen "Unterthanen" totprügeln lassen.
Erst mit der Bauernbefreiung Anfang des 19. Jahrhunderts ging die Verbreitung der Leibeigenschaft zurück. Die Forschung ist sich weitgehend darüber einig, dass die Forderungen nach Befreiung von der Leibeigenschaft nicht wegen der Verpflichtungen der Leibeigenen erhoben wurden. Vielmehr widersprach die Vorstellung einer persönlichen Bindung dem Menschenbild der Aufklärung. Deshalb wurde die Leibeigenschaft in vielen deutschen Staaten zwischen dem Ende des 18. und dem Beginn des 19. Jahrhunderts aufgehoben. In Württemberg erfolgte die Aufhebung 1817 entschädigungslos. Im teilweise nicht zu Deutschland gehörenden Preußen wurde die Leibeigenschaft nach jahrzehntelanger stufenweiser Beseitigung 1807 durch Erlass des Königs im Zuge der Preußischen Reformen mit Wirkung zum Martinitag 1810 endgültig abgeschafft. In den Ländern der Habsburger wurde die Leibeigenschaft durch Kaiser Joseph II. mit Wirkung zum 1. November 1781 durch das sogenannte Untertanenpatent aufgehoben.
P.S
http://www.rambler.ru/dict/deru/00/c7/8b.shtml
Leibeigenschaft f = ист.
крепостное право
 

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