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Переселенцы в нем.тюрьмах: 20% от общ.числа заключенных
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in Antwort Allmend 23.02.03 20:44
Спасибо за линк - ознакомился. И не смотря на устаревщые данные (1994-1997) и ограниченый Регион <Hannover/ nieders.> выводы -
такие же , если конещно же полнее цитировать а не толко то щто ВЫ указали:
<
http://www.kfn.de/strukturentwicklungjugendgewalt.html
In unserer Schülerbefragung wurden die Opfer von Gewaltdelikten auch nach der ethnischen Zugehörigkeit des Täters befragt, von dem sie
beim letzten Vorfall betroffen waren. Ferner wurde erhoben, ob die Opfer den Vorfall der Polizei angezeigt haben. Es zeigt sich, daß
Gewaltdelikte, sofern Täter und Opfer derselben ethnischen Gruppe angehören, seltener angezeigt werden (Abbildung 2).
Die polizeilich registrierten Gewalttaten junger Menschen sind in den letzten Jahren nicht brutaler geworden. Die durchschnittliche
Deliktsschwere hat vielmehr abgenommen.
Die Zunahme der Jugendgewalt steht in engem Zusammenhang damit, daß unsere Gesellschaft immer mehr zu einer Winner-Loser-Kultur wird.
Vor allem junge Migranten geraten dabei in ein soziales Abseits.
Der Anstieg der Jugendgewalt ist überwiegend jenen jungen Migranten zuzurechnen, die sozial nicht integriert werden konnten. Eine
besondere Problemgruppe sind solche jungen Zuwanderer, die seit längerem in Deutschland unter Bedingungen sozialer Benachteiligungen
aufwachsen.
Infolge dessen stellen die einheimischen Deutschen unter den Angeklagten der Jugendgewalt in den Großstädten heute eine Minderheit dar.
In Hannover beispielsweise ging ihr Anteil unter den wegen Raubdelikten und gefährlichen/schweren Körperverletzungen angeklagten 14-
bis unter 21jährigen zwischen 1990 und 1996 von 61% auf 38% zurück. Der zwischen 1990 und 1996 in Hannover zu beobachtende Anstieg der
wegen Gewaltdelikten angeklagten Jugendlichen und Heranwachsenden ist zu 95,1% ausländischen Migranten sowie jungen Aussiedlern und
eingebürgerten Deutschen zuzurechnen ( Pfeiffer, Delzer, Enzmann & Wetzels 1998, S. 41).
Am KFN sind ferner Vergleichsuntersuchungen zur Kriminalitätsentwicklung in niedersächsischen Landkreisen mit einer besonders hohen
oder besonders niedrigen Zuwanderung von Aussiedlern durchgeführt worden. Dabei zeigte sich, daß die registrierte Gewalt- und
Diebstahlskriminalität der jungen Deutschen seit 1990 in jenen Gebieten extrem zugenommen hat, die die stärkste Zuwanderung von
Aussiedlern hatten. In den Landkreisen mit der niedrigsten Aussiedlerzuwanderung haben sich dagegen Anstiegsquoten ergeben, die
deutlich unter dem Landesdurchschnitt der 14- bis unter 21jährigen liegen ( Pfeiffer, Brettfeld & Delzer 1997, S. 33 ff.).
Diese Rate ist bei türkischen Jugendlichen mit 13,9% fast dreimal höher als die entsprechende Quote bei den einheimischen Deutschen.
Nicht erhöht sind hingegen die Raten der jungen Aussiedler aus den früheren GUS-Staaten
Türkische Jugendliche wurden von den Opfern aller ethnischen Gruppen am häufigsten als Täter genannt (32,2%). Sie sind damit √ gemessen
an ihrem Anteil unter den Befragten √ um etwa das Vierfache als Täter überrepräsentiert. Ausländische Jugendliche insgesamt wurden im
Verhältnis zu ihrem Anteil an der Schülerschaft doppelt so oft als Täter genannt.
Diese höhere Belastung junger Ausländer ist nach unseren Erkenntnissen in hohem Maße eine Folge dessen, daß die soziale Integration der
jungen Zuwanderer Probleme bereitet. Dies zeigten bereits die Daten zur sozialen Lage der wegen Gewaltdelikten angeklagten jungen
Migranten. Weitere Belege für diesen Zusammenhang hat die Schülerbefragung erbracht. Ein wichtiger Indikator für die soziale
Integration ist das Bildungsniveau. Die Qualität des Schulabschlusses ist für berufliche Entwicklungsmöglichkeiten und somit auch für
gesellschaftliche Teilhabe entscheidend.
Es lassen sich bei den Migrantenjugendlichen drei Gruppen unterscheiden. (1) Junge Migranten, die erst seit weniger als zwei Jahren in
Deutschland sind. Es handelt sich hier vor allem um Jugendliche Aussiedler. Die Gewalttäterrate dieser Gruppe liegt mit Abstand am
niedrigsten. Sie unterschreitet auch die Rate, die einheimische Deutsche festzustellen ist. (2) Junge Migranten, die sich seit drei bis
acht Jahren in Deutschland aufhalten. Deren Gewalttäterrate liegt signifikant über jener der einheimischen Deutschen. Sie ist aber
immer noch niedriger als die Gewalttäterrate (3) der Migranten, die sich seit neun Jahren oder länger in Deutschland aufhalten bzw.
hier geboren sind. Die am längsten hier lebenden Migranten haben also die höchsten Täterraten.
Jugendliche, die in ihrer Kindheit oder aber auch als Jugendliche von ihren Eltern massiv geschlagen oder mißhandelt wurden, werden
erheblich häufiger selber gewalttätig als nicht geschlagene junge Menschen.
Jugendliche, die in ihrer Kindheit oder aber auch als Jugendliche von ihren Eltern massiv geschlagen oder mißhandelt wurden, werden
erheblich häufiger selber gewalttätig als nicht geschlagene junge Menschen.
Zunächst sind mögliche Unterschiede der Verteilung von Privilegierung und Unterprivilegierung zwischen den ethnischen Gruppen von
Interesse. Hier zeigt sich eine mit der ethnischen Zugehörigkeit verknüpfte, eklatante soziale Ungleichheit (Abbildung 11). Türkische
Jugendliche sind am stärksten benachteiligt. Von ihnen gehören 36,8% (Aussiedler 34,6)zu den Unterprivilegierten und nur 14,4%
(Aussiedler 18%) zur Gruppe der Privilegierten.
Unterprivilegierte Jugendliche weisen erheblich höhere Raten selbstberichteter Gewaltdelinquenz auf. Sie waren nach eigenen Angaben im
Vergleich zu privilegierten Jugendlichen drei- bis viermal so oft als Täter eines Raubes, einer Erpressung oder der Bedrohung mit einer
Waffe. Außerdem waren sie auch erheblich häufiger Mehrfachtäter
Junge Menschen, die Opfer innerfamiliärer Gewalt waren, schließen sich signifikant häufiger in gewaltbefürwortenden
Gleichaltrigengruppen zusammen. Auf Jugendliche aus solchen devianten Gruppen entfällt der überwiegende Anteil der Jugendgewalt. Die
Mitgliedschaft in devianzgeneigten Cliquen hat zusätzlich zu den innerfamiliären Gewalterfahrungen einen das Risiko aktiver
Gewalttätigkeit steigernden Effekt.
Ein erstes Fazit
Angesichts der Forschungsbefunde liegt es auf der Hand, daß kriminalpolitische Strategien, die einzig auf vermehrte Repression setzen,
nicht vorwärts weisend und erfolgversprechend sein können. Repression bedeutet für gewaltgefährdete junge Menschen in der Mehrzahl der
Fälle nur mehr von demselben, was sie in ihrer Biographie bislang ohnehin schon erdulden mußten. Anstelle von Zuwendung, Anerkennung
und Förderung haben sie schon in ihren Familien nicht selten Ausgrenzung, Ablehnung und auch Gewalt erfahren.
Am Beispiel der Migranten zeigt sich im übrigen besonders akzentuiert, was für Jugendgewalt generell gilt: Sie ist primär männlich:
Präventive wie interventive Maßnahmen sind gut beraten, der konstruktiven Auseinandersetzung mit problematischen
Männlichkeitsvorstellungen einen hohen Stellenwert einzuräumen.
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такие же , если конещно же полнее цитировать а не толко то щто ВЫ указали:
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http://www.kfn.de/strukturentwicklungjugendgewalt.html
In unserer Schülerbefragung wurden die Opfer von Gewaltdelikten auch nach der ethnischen Zugehörigkeit des Täters befragt, von dem sie
beim letzten Vorfall betroffen waren. Ferner wurde erhoben, ob die Opfer den Vorfall der Polizei angezeigt haben. Es zeigt sich, daß
Gewaltdelikte, sofern Täter und Opfer derselben ethnischen Gruppe angehören, seltener angezeigt werden (Abbildung 2).
Die polizeilich registrierten Gewalttaten junger Menschen sind in den letzten Jahren nicht brutaler geworden. Die durchschnittliche
Deliktsschwere hat vielmehr abgenommen.
Die Zunahme der Jugendgewalt steht in engem Zusammenhang damit, daß unsere Gesellschaft immer mehr zu einer Winner-Loser-Kultur wird.
Vor allem junge Migranten geraten dabei in ein soziales Abseits.
Der Anstieg der Jugendgewalt ist überwiegend jenen jungen Migranten zuzurechnen, die sozial nicht integriert werden konnten. Eine
besondere Problemgruppe sind solche jungen Zuwanderer, die seit längerem in Deutschland unter Bedingungen sozialer Benachteiligungen
aufwachsen.
Infolge dessen stellen die einheimischen Deutschen unter den Angeklagten der Jugendgewalt in den Großstädten heute eine Minderheit dar.
In Hannover beispielsweise ging ihr Anteil unter den wegen Raubdelikten und gefährlichen/schweren Körperverletzungen angeklagten 14-
bis unter 21jährigen zwischen 1990 und 1996 von 61% auf 38% zurück. Der zwischen 1990 und 1996 in Hannover zu beobachtende Anstieg der
wegen Gewaltdelikten angeklagten Jugendlichen und Heranwachsenden ist zu 95,1% ausländischen Migranten sowie jungen Aussiedlern und
eingebürgerten Deutschen zuzurechnen ( Pfeiffer, Delzer, Enzmann & Wetzels 1998, S. 41).
Am KFN sind ferner Vergleichsuntersuchungen zur Kriminalitätsentwicklung in niedersächsischen Landkreisen mit einer besonders hohen
oder besonders niedrigen Zuwanderung von Aussiedlern durchgeführt worden. Dabei zeigte sich, daß die registrierte Gewalt- und
Diebstahlskriminalität der jungen Deutschen seit 1990 in jenen Gebieten extrem zugenommen hat, die die stärkste Zuwanderung von
Aussiedlern hatten. In den Landkreisen mit der niedrigsten Aussiedlerzuwanderung haben sich dagegen Anstiegsquoten ergeben, die
deutlich unter dem Landesdurchschnitt der 14- bis unter 21jährigen liegen ( Pfeiffer, Brettfeld & Delzer 1997, S. 33 ff.).
Diese Rate ist bei türkischen Jugendlichen mit 13,9% fast dreimal höher als die entsprechende Quote bei den einheimischen Deutschen.
Nicht erhöht sind hingegen die Raten der jungen Aussiedler aus den früheren GUS-Staaten
Türkische Jugendliche wurden von den Opfern aller ethnischen Gruppen am häufigsten als Täter genannt (32,2%). Sie sind damit √ gemessen
an ihrem Anteil unter den Befragten √ um etwa das Vierfache als Täter überrepräsentiert. Ausländische Jugendliche insgesamt wurden im
Verhältnis zu ihrem Anteil an der Schülerschaft doppelt so oft als Täter genannt.
Diese höhere Belastung junger Ausländer ist nach unseren Erkenntnissen in hohem Maße eine Folge dessen, daß die soziale Integration der
jungen Zuwanderer Probleme bereitet. Dies zeigten bereits die Daten zur sozialen Lage der wegen Gewaltdelikten angeklagten jungen
Migranten. Weitere Belege für diesen Zusammenhang hat die Schülerbefragung erbracht. Ein wichtiger Indikator für die soziale
Integration ist das Bildungsniveau. Die Qualität des Schulabschlusses ist für berufliche Entwicklungsmöglichkeiten und somit auch für
gesellschaftliche Teilhabe entscheidend.
Es lassen sich bei den Migrantenjugendlichen drei Gruppen unterscheiden. (1) Junge Migranten, die erst seit weniger als zwei Jahren in
Deutschland sind. Es handelt sich hier vor allem um Jugendliche Aussiedler. Die Gewalttäterrate dieser Gruppe liegt mit Abstand am
niedrigsten. Sie unterschreitet auch die Rate, die einheimische Deutsche festzustellen ist. (2) Junge Migranten, die sich seit drei bis
acht Jahren in Deutschland aufhalten. Deren Gewalttäterrate liegt signifikant über jener der einheimischen Deutschen. Sie ist aber
immer noch niedriger als die Gewalttäterrate (3) der Migranten, die sich seit neun Jahren oder länger in Deutschland aufhalten bzw.
hier geboren sind. Die am längsten hier lebenden Migranten haben also die höchsten Täterraten.
Jugendliche, die in ihrer Kindheit oder aber auch als Jugendliche von ihren Eltern massiv geschlagen oder mißhandelt wurden, werden
erheblich häufiger selber gewalttätig als nicht geschlagene junge Menschen.
Jugendliche, die in ihrer Kindheit oder aber auch als Jugendliche von ihren Eltern massiv geschlagen oder mißhandelt wurden, werden
erheblich häufiger selber gewalttätig als nicht geschlagene junge Menschen.
Zunächst sind mögliche Unterschiede der Verteilung von Privilegierung und Unterprivilegierung zwischen den ethnischen Gruppen von
Interesse. Hier zeigt sich eine mit der ethnischen Zugehörigkeit verknüpfte, eklatante soziale Ungleichheit (Abbildung 11). Türkische
Jugendliche sind am stärksten benachteiligt. Von ihnen gehören 36,8% (Aussiedler 34,6)zu den Unterprivilegierten und nur 14,4%
(Aussiedler 18%) zur Gruppe der Privilegierten.
Unterprivilegierte Jugendliche weisen erheblich höhere Raten selbstberichteter Gewaltdelinquenz auf. Sie waren nach eigenen Angaben im
Vergleich zu privilegierten Jugendlichen drei- bis viermal so oft als Täter eines Raubes, einer Erpressung oder der Bedrohung mit einer
Waffe. Außerdem waren sie auch erheblich häufiger Mehrfachtäter
Junge Menschen, die Opfer innerfamiliärer Gewalt waren, schließen sich signifikant häufiger in gewaltbefürwortenden
Gleichaltrigengruppen zusammen. Auf Jugendliche aus solchen devianten Gruppen entfällt der überwiegende Anteil der Jugendgewalt. Die
Mitgliedschaft in devianzgeneigten Cliquen hat zusätzlich zu den innerfamiliären Gewalterfahrungen einen das Risiko aktiver
Gewalttätigkeit steigernden Effekt.
Ein erstes Fazit
Angesichts der Forschungsbefunde liegt es auf der Hand, daß kriminalpolitische Strategien, die einzig auf vermehrte Repression setzen,
nicht vorwärts weisend und erfolgversprechend sein können. Repression bedeutet für gewaltgefährdete junge Menschen in der Mehrzahl der
Fälle nur mehr von demselben, was sie in ihrer Biographie bislang ohnehin schon erdulden mußten. Anstelle von Zuwendung, Anerkennung
und Förderung haben sie schon in ihren Familien nicht selten Ausgrenzung, Ablehnung und auch Gewalt erfahren.
Am Beispiel der Migranten zeigt sich im übrigen besonders akzentuiert, was für Jugendgewalt generell gilt: Sie ist primär männlich:
Präventive wie interventive Maßnahmen sind gut beraten, der konstruktiven Auseinandersetzung mit problematischen
Männlichkeitsvorstellungen einen hohen Stellenwert einzuräumen.
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