Deutsch

"День Освенцима"

31.01.05 01:35
Re:
 
Vkrieger завсегдатай
Lehrveranstaltung Thema der Veranstaltung Zeit / Ort
Sprachkurs Russisch für Historiker III, Quellenlektüre
2-stündig
Beginn: 25.10.2004 Montag, 16:00-18:00
SOG Bibliothek R. 311
Sprechstunde Im Anschluß an die Veranstaltung und nach Vereinbarung.
----------------------------------------------------------------------------------------------
Вот видите, Вы опять, как всегда, селективно выбираете информацию. Вот что было, например, 3/4 года назад:
DR. VIKTOR KRIEGER
SEMINAR FÜR OSTEUROPÄISCHE GESCHICHTE
Übung Die Wandlungen der sowjetischen Nationalitätenpolitik und
die Rußlanddeutschen, 1917-1945
Zeit, Ort Montags, 18.00-20.00 im ÜR II
Beginn 19. April 2004
Zeit und Ort der Sprechstunde nach der Übung und nach Vereinbarung
Nach 1917 sicherten die an die Macht gekommenen Bolschewiki jedem Volk das Recht auf
Selbstbestimmung und freie nationale Entfaltung zu. Somit stellt sich vorerst die Frage, in
welchem Maß die Politik in Bezug auf die Rußlanddeutschen von den ideologischen
Grundsätzen und innenpolitischen Zwängen bestimmt war und welchen Anteil dabei
außenpolitische Erwägungen hatten. Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gab es im
Vergleich zu anderen Nationalitäten (z.B. Polen, Ukrainer, Juden, Tataren, Karelier)? Im
Verlauf der Übung soll u.a. die Haltung der deutschen Minderheit zu den Maßnahmen der
neuen Machthaber, Formen der Ablehnung und des Widerstandes, Beteiligung an der
wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung des Landes und ihre Repräsentanz in den
Machtstrukturen vergleichend untersucht werden.
Das Beispiel der deutschen Bevölkerungsgruppe veranschaulicht am deutlichsten die Wende
in der sowjetischen Nationalitätenpolitik Anfang der 1930er Jahre, die man als
Homogenisierung bezeichnen kann: neben der rigorosen Assimilation und partiellen
Deportationen der verstreut lebenden Diasporagruppen setzte sich weiterhin die sprachlich34
kulturelle Förderung und die soziale Mobilität der Titularnationen √ in unserem Fall der
Wolgadeutschen - fort. Allerdings gingen diese Prozesse mit weitgehender Aushöhlung
jeglicher Form von kultureller Eigenständigkeit und erheblicher Einschränkung der lokalen
Entscheidungsbefugnisse einher. Vor dem Hintergrund der verstärkten Hinwendung zum
sowjetrussischen Patriotismus und allseitiger Isolation des Landes fungierten Minderheiten,
die ihre historischen Wurzeln außerhalb der Sowjetunion hatten, in den Augen der
stalinistischen Führung als potentielle Verräter. Die Auflösung der Wolgadeutschen Republik
und die darauf folgenden Deportationen sollen auch unter dem Aspekt der Abkehr von der
antifaschistischen hin zu antideutscher Propaganda betrachtet werden.
Neben den veröffentlichten Quelleneditionen werden Dokumente aus deutschen und
russischen Archiven, aus den sowjetischen deutschsprachigen Zeitungen der 1920-30er Jahre
und Zeitzeugenberichte herangezogen. Kenntnisse des Russischen sind erwünscht, aber keine
Voraussetzung für die Teilnahme.
LITERATUR: MEIR BUCHSWEILER: Volksdeutsche in der Ukraine am Vorabend und Beginn des
Zweiten Weltkrieges √ ein Fall doppelter Loyalität? Gerlinger 1984; ALFRED EISFELD,
VICTOR HERDT (HG.): Deportation, Sondersiedlung, Arbeitsarmee: Deutsche in der
Sowjetunion 1941 bis 1956. Köln 1996; CHRISTOPH GASSENSCHMIDT: Von der Revolution
und der Partei getäuscht. Die Autonome Sozialistische Sowjetrepublik der Wolgadeutschen.
1924-1941. Bonn 1999; TERRY MARTIN: The affirmative action empire: nations and
nationalism in the Soviet Union: 1923-1939. Ithaca 2001; BENJAMIN PINKUS, INGEBORG
FLEISCHHAUER: Die Deutschen in der Sowjetunion. Geschichte einer nationalen Minderheit
im 20. Jahrhundert. Baden-Baden 1987; GERHARD SIMON: Nationalismus und
Nationalitätenpolitik in der Sowjetunion: von der totalitären Diktatur zur nachstalinistischer
Gesellschaft. Baden-Baden 1986.
 

Перейти на