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9 МАЯ - ДЕНЬ ПОБЕДЫ

09.06.13 21:31
Re: 9 МАЯ - ДЕНЬ ПОБЕДЫ
 
gadacz патриот
gadacz
in Antwort Andreas2011 09.06.13 16:15, Zuletzt geändert 10.06.13 00:46 (gadacz)
In Antwort auf:
Почему Адольф Гитлер жертвовал сотни тысяч рейхсмарок на постройку Берлинского православного собора...
Diese Aussage könnte direkt aus den Publikationen der "National-Konservativen Bewegung der Deutschen aus Russland" und der "Bruderpartei" NPD stammen (Volksdeutsche Stimme)
Da werden historische Tatsachen so lange verdreht, bis sie in das Weltbild der rechtsradikalen Nationalisten passen.
Ein paar historisch belegte Tatsachen:
1. Bereits in den Jahren 1923 – 1928 wurde am Hohenzollerndamm 33 / Ecke Ruhrstrasse eine russisch-orthodoxe Kirche erbaut, die im November 1928 geweiht wurde. Das war ein repräsentativer Bau mit Gemeindezentrum, Fremdenzimmern und Gastronomie in einer sehr attraktiven Lage am Fehrbelliner Platz. In der Umgebung in Wilmersdorf und Charlottenburg ('Charlottograd' sagten die Berliner schon) wohnten viele russische Immigranten und die Verkehrsverbindungen waren ideal.
2. In den dreißiger Jahren zeigte die Deutsche Arbeitsfront (DAF) ein massives Interesse an dem Grundstück, um hier ein Gebäude für die Deutsche Lebensversicherung zu errichten. Ideal, denn gegenüber hatten die DAF schon ein großes Verwaltungsgebäude und in der Nähe waren schon viele Gebäude der Reichsversicherungsanstalt und das Rathaus. Bilder bei berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/bezirk/wirtschaft/hotelalbergo12a...

3. Man einigte sich schließlich mit der russisch-orthodoxen Gemeinde, die als Ersatz das Grundstück am Hohenzollerndamm 133 zur Pacht bekam sowie beim Bau der neuen Christi-Auferstehungskathedrale administrativ beaufsichtigt wurde. Die Lage war nicht so ideal, neben Krematorium und Moschee (heute Hoffmann-von-Fallersleben-Platz). Die Bauarbeiten 1936 – 1938 unterstanden dem Ministerialrat Karl Schellberg des Preußischen Ministeriums für Kirchliche Angelegenheiten.
4. Es war kein netter Akt der Hitler-Regierung, sondern ein Geschäft, bei dem die russisch-orthodoxe Gemeinde noch viel Geld draufzahlen musste! Dazu hatte die Gemeindeverwaltung auch kaum noch Platz und die einträgliche Gastronomie fiel weg.
5. Die immigrierten Russen waren für die Nazis nicht uninteressant, denn sie waren erbitterte Gegner der Sowjetunion und meistens auch antisemitisch. Für den Krieg "Lebensraum im Osten" wollte man es sich mit sprach- und landeskundigen Partnern nicht ganz verderben. Über die geplante Zusammenarbeit zwischen Exilrussen und den Nazis kann man zum Thema "Unternehmen Hannover" und "Sergej Nikititsch Iwanow" googeln.
In Antwort auf:
и называл русских «великим народом»?
"Bei Rußland und Deutschland handele es sich außerdem um zwei sehr große Nationen, die von Natur aus keine Interessengegensätze zu haben brauchten ....". Kann man genau nachlesen in "Aufzeichnung über die Unterredung zwischen dem Führer und dem Vorsitzenden des Rats der Volkskommissare der UdSSR und Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten W. M. Molotow in Anwesenheit des Reichsaußenministers und des stellvertretenden Volkskommissars Dekanosow in Berlin am 12. November 1940". Der Gröfaz hat nur auf der Bühne gerufen, sonst verhandelte er eher leise. Damals haben Molotow und Stalin noch den Schwachsinn geglaubt.
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