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Переезд на чужбину-награда или ???

13.10.04 18:27
Re: Переезд на чужбину-награда или ???
 
  Олменд старожил

Социальный состав колонистов второй волны ни чем не отличался от первого (прибалты), просто второй волне меньше повезло, так как России в это время требовались именно фермеры.
Катерина боялась помещиков и не решалась освободить крестян, вот и решила заселить пустующие земли колонистами. А то, что Россия была аграрной страной и в ней преоблодало сельское население - так это я и без вас знаю.
Но вы игнорируете тот факт, что ВСЕХ колонистов в 18 и 19 веках вначале заставили работать на селе, хотя многие были горожанами. Им просто не разрешали селиться в городах.
О том, сколько процентов колонистов до поселения в России занималось земледелием, и сколько из них были горожанамии, об этом нигде ничего не сказано. Я готов согласиться с тем, что больше половины были бауерами, но Германия в 18-19 веках была более урбанизирована, чем Россия, а плохо жилось в основном горожанам (города были перенаселены). Так что социальный состав колонистов был в меньшей степени аграрным, чем население России.
Напомню вам о чем спор, если вы потеряли нить.
Вы изволили сказать, что потомки бауеров не очень стремятся в вузы, что является бредом.
Во-первых в процентом отношении, если сравнить с другими этносами России, немцев-горожан было не меньше, а больше, чем у других национальностей.
Во-вторых недопустимо делить немцев на крестян и дворян и говорить о том, что это совершенно разные люди и не имеют ничего общего, так как те, которые имели дворянские титулы, получили их именно в России. Слой буржуазии не имел дворянских титулов.
И геноцид проводился по отношению ко всем немцам в СССР, а не по отношению к отдельным группам.
То, что после войны среди немцев было меньше └академикеров⌠ как раз и есть результат целенаправленной политики СССР. Ведь до революции именно среди немцев было быльше врачей, инженеров итд, чем среди любой другой группы населения, не говоря уже о тех, кто вынужден был жить в черте оседлости.

http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Russlanddeutschen#Einladungsmanifest
Einladungsmanifest
Da die meisten russischen Bauern sklavisch an ihre adligen Herren gebunden waren, und die Zarin es aus Angst vor dem Adel nicht wagte, die Leibeigenschaft abzuschaffen, warb sie vor allem im Ausland um Siedler. Ihr Einladungsmanifest vom 22. Juli 1763 stellte ausländischen Siedlern eine Reihe von Privilegien in Aussicht:
Religionsfreiheit
Befreiung vom Militärdienst
Selbstverwaltung
eine Starthilfe
und 30 Jahre Steuerfreiheit.
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Auswanderung
Vor allem in deutschen Fürstentümern wurden die Menschen von den Versprechungen gelockt, die Katharina II. durch ihre Anwerber in Zeitungen und Kirchen verbreiten ließ. Die Motive, das Land verlassen zu müssen (Push-Faktoren), ergaben sich vor allem aus den Folgen des Siebenjährigen Krieges (1756 √ 1763), unter dem vor allem die Bewohner der Rheinprovinz, Nordbayerns und √badens, der hessischen Gebiete und der Pfalz zu leiden hatten. Daneben herrschte z.B. in Preußen mangelnde Religionsfreiheit.
Ankunft der ersten Siedler
Schon in den Jahren 1764-1767 wanderten rund 30.000 Deutsche √ inklusive einer kleineren Anzahl von Franzosen, Niederländern und Schweden √ nach Russland aus. Tausende überlebten die Strapazen, den Hunger und die Krankheiten während der langen Reise nicht. Erst bei der Ankunft wurde vielen klar, dass sie nicht mehr zu der Sorte von Einwanderern gehören sollten, die sich die Zaren in den Jahrhunderten zuvor ins Land geholt hatten. Weder durften die Handwerker unter ihnen ihren erlernten Beruf in den Städten ausüben, noch durften die Bauern sich selbst den Flecken Erde wählen, an dem sie sich niederließen. Stattdessen wurden einige dieser ersten Siedler in die ländliche Region um St. Petersburg, der überwiegende Teil aber ins Wolgagebiet bei Saratow geführt, wo alle dazu bestimmt waren, eine landwirtschaftliche Tätigkeit auszuüben.
http://www.friedlandhilfe.de/Geschichte/geschichte.html
.. Nach der Revolution (1917) begann ein Vernichtungsfeldzug gegen alles Deutsche. Sowohl der zarentreue (vorwiegend baltische) Adel als auch das "kapitalistische" liberale Bürgertum sowie die kollektiv-feindlichen bäuerlichen Kolonisten wurden schlimmsten Pressionen ausgesetzt. Der Kampf gegen die "Kulaken" (= Mittel- und Großbauern) unter Stalin (1928/29), der nicht zuletzt die Ausrottung der deutschen "Dorfkapitalisten" bezweckte, war ein weiterer Höhepunkt dieses Feldzuges. Den beiden verheerenden Hungersnöten jener Zeit (1921/22 und 1932/33) fielen auch ca. 350 000 Deutsche zum Opfer. Die einschneidenste Zäsur brachte der deutsche Angriff auf die Sowjetunion im Jahr 1941. Neben der Vertreibung der Deutschen von der Krim und aus dem Südkaukasus hatte vor allem die Auflösung der nach dem 1. Weltkrieg gegründeten Deutschen Wolgarepublik härteste Konsequenzen. Rd. 400 000 Wolgadeutsche wurden nach Kasachstan, in die Kulundasteppe und ins Altaigebiet deportiert. Dabei trennte man die Männer meist von ihren Familien und verschleppte sie in andere Gebiete. Bis in die 60-er Jahre wurden Rußlanddeutsche in der berüchtigten Trudarmee (Arbeitsarmee) eingesetzt; viele kamen dabei um.
Die entwurzelten und völlig entrechteten Deutschen wurden in den Verbannungsgebieten unter Sonderkommandantur gestellt, d.h., sie durften sich über ein bestimmtes Gebiet nicht hinausbewegen. Frauen mußten als Holzfällerinnen und in Bergwerken schwerste Arbeit verrichten. Um zu überleben, wurde die Herkunft möglichst verschwiegen. Viele verlernten ihre Muttersprache, deren Benutzung unter Strafe stand.
Die Amnestie von 1955 und das Dekret von 1964 (Rehabilitierung der bis dahin als Kriegsverbrecher geltenden Rußlanddeutschen) brachten einige Erleichterungen, so z.B. eine Lockerung des Verbots, die deutsche Sprache zu pflegen. Niemand durfte jedoch in die einstige Heimatgemeinde zurückkehren und auf alle Ansprüche bzgl. des konfiszierten Vermögens mußte verzichtet werden.
Die sowjetische Volkszählung von 1959 wies 1,62 Mio Rußlanddeutsche aus (90% davon im asiatischen, 10% im europäischen Teil der UdSSR,0); seit 1970 wurde eine Zahl um 2 Mio genannt.
...
Die Bundesrepublik Deutschland hat gegenüber den Rußlanddeutschen aus historischen und politischen Gründen eine Fürsorgepflicht. Sie fallen unter das "Kriegsfolgenbereinigungsgesetz". Bei Nachweis von deutschen Vorfahren haben sie Anspruch auf die deutsche Staatsbürgerschaft - mit allen Rechten und Pflichten.

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~Wer lesen kann, ist im Vorteil~
 

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