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Переезд на чужбину-награда или ???
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Олменд старожил
в ответ Mutaborr13 12.10.04 15:48
"... Die meisten unter ihnen waren
bäuerliche Siedler, die auf der Flucht vor wirtschaftlicher Not und
religiöser Verfolgung eine neue Heimat suchten..."
Наверное Мута смутило "bäuerliche Siedler". С немецким языком у вас еще слабовато. Имеется ввиду что они в России занимались сельским хозяйством, т.е. были сельскими поселенцами. Но это ведь не значит, что они и в Германии были сельскими жителями. Мой предок так был гражданином свободного города Ульм, плотником-краснодеревщиком по профессии, и вырезал красивые фигурки из дерева, т.е. был художником и талантливым человеком. Немецкий театр в Казахстане даже имел в репертуаре спектакль, в котором изображалась вербовка поселенцев в Германии. Многие из них (если не большинство) были ремесленниками (портные, плотники, кузнецы, сапожники, бондари.... и даже обедневшая знать). То есть в основном это были ГОРОЖАНЕ!
Die Zusage, dass jeder Ausländer sich dort niederlassen dürfe "wo es sich ein jeder am nützlichsten selbst wählen wird", wurde ebenso wenig eingehalten wie das Versprechen, ein jeder dürfe sein erlerntes Gewerbe ausüben. Die Vorstellung, dass sie ihre handwerklichen Fähigkeiten und Kenntnisse in Städten nutzen und weitergeben könnten, zerschlug sich sehr schnell. Die Kolonisten sahen sich dem Zwang ausgesetzt, sich im Wolgagebiet anzusiedeln und dort eine landwirtschaftliche Tätigkeit aufzunehmen, auch wenn viele von ihnen darin keine oder nur geringe Erfahrungen besaßen. Ihre berufsspezifischen Kenntnisse und Erfahrungen blieben ungenutzt.
http://www.russlanddeutschegeschichte.de/deutsch1/ankunft_siedlungsgebiet.htm
Die zaristische Regierung stand damals auf dem Standpunkt, daß rein deutsche Siedlungsgebiete den russischen nationalen Interessen widersprechen würden. Deshalb wurden zwischen die deutschen Siedlungen planmäßig russische gesetzt. Sie sollten dafür sorgen, daß die Deutschen bald russifiziert würden; auf der anderen Seite sollten die Russen sich an deutscher Tatkraft und deutschem Durchhaltevermögen ein Beispiel nehmen. Lutherische, katholische und mennonitische Siedler bauten jeweils eigene Dörfer auf. Auch hier schufen die Deutschen mustergültige Siedlungen mit schönen Häusern, ansehnlichen Kirchen und Schulen. Ebenso breitete sich in sibirischen Städten deutsches Handwerk aus. Zwar russifizierten sich manche ihrer Sitten, aber an der deutschen Sprache hielten sie überall fest, wo sich eine deutsche Gemeinschaft gebildet hatte. Mancher deutsche und österreichische Kriegsgefangene, der im Ersten Weltkrieg hierher in Arbeits- oder Gefangenenlager verschlagen wurde, war verwundert, hier Deutsche in größerer Zahl anzutreffen.
...
In allen größeren Städten Rußlands gab es Deutsche, deren Väter vor Generationen als Handwerker, Kaufleute, Soldaten, Gelehrte und Ingenieure eingewandert waren. Sehr viele aus dem Baltikum! Die große Zahl deutscher Namen im zaristischen Heer, in der Marine, in der Verwaltung, aber auch bei den Banken, Handelshäusern und unter den Industriellen fiel in vielen Städten auf. Vor dem Ersten Weltkrieg lebten allein in Petersburg 50.000 Deutsche, in Moskau 20.000, in Saratow gleichfalls 20.000, in Odessa weit über 10.000. Deutsche Vereine, Zeitungen, Schulen und Gottesdienste gehörten hier zum normalen Stadtbild. Die ständigen Kontakte mit der russischen Mehrheitsbevölkerung führten hier jedoch sehr viel schneller zur Assimilation im Russentum als in den ländlichen deutschen Siedlungsgebieten, wo sich deutsche Sprache und Kultur - zumindest in Resten - sogar über beide Weltkriege hinweg retteten. Bis zum Ersten Weltkrieg hielten sich in Petersburg die bereits 1712 gegründete deutsche Petrischule und einige weitere Schulen deutscher Sprache mit Eliteanspruch, in die auch reiche russische Familien ihre Kinder schickten. Auch deutsche Kindergärten wurden hier bis zu Beginn des Ersten Weltkrieges zumindest geduldet. Allein in Moskau besuchten über 3.000 Schüler deutsche Schulen.
Noch heute erhalten: Kolonisten aus Württemberg gründeten 1804 den Badeort Lustdorf bei Odessa am Schwarzen Meer. Fotos (2): Greve
Vom Zaren bewundert: Der Deutsche Johann Cornies (1789 bis 1848) schuf aufgrund seines großen Einfallsreichtums in wüster Landschaft eine blühende Zivilisation.
http://www.webarchiv-server.de/pin/archiv03/3303ob17.htm
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~Wer lesen kann, ist im Vorteil~
bäuerliche Siedler, die auf der Flucht vor wirtschaftlicher Not und
religiöser Verfolgung eine neue Heimat suchten..."
Наверное Мута смутило "bäuerliche Siedler". С немецким языком у вас еще слабовато. Имеется ввиду что они в России занимались сельским хозяйством, т.е. были сельскими поселенцами. Но это ведь не значит, что они и в Германии были сельскими жителями. Мой предок так был гражданином свободного города Ульм, плотником-краснодеревщиком по профессии, и вырезал красивые фигурки из дерева, т.е. был художником и талантливым человеком. Немецкий театр в Казахстане даже имел в репертуаре спектакль, в котором изображалась вербовка поселенцев в Германии. Многие из них (если не большинство) были ремесленниками (портные, плотники, кузнецы, сапожники, бондари.... и даже обедневшая знать). То есть в основном это были ГОРОЖАНЕ!
Die Zusage, dass jeder Ausländer sich dort niederlassen dürfe "wo es sich ein jeder am nützlichsten selbst wählen wird", wurde ebenso wenig eingehalten wie das Versprechen, ein jeder dürfe sein erlerntes Gewerbe ausüben. Die Vorstellung, dass sie ihre handwerklichen Fähigkeiten und Kenntnisse in Städten nutzen und weitergeben könnten, zerschlug sich sehr schnell. Die Kolonisten sahen sich dem Zwang ausgesetzt, sich im Wolgagebiet anzusiedeln und dort eine landwirtschaftliche Tätigkeit aufzunehmen, auch wenn viele von ihnen darin keine oder nur geringe Erfahrungen besaßen. Ihre berufsspezifischen Kenntnisse und Erfahrungen blieben ungenutzt.
http://www.russlanddeutschegeschichte.de/deutsch1/ankunft_siedlungsgebiet.htm
Die zaristische Regierung stand damals auf dem Standpunkt, daß rein deutsche Siedlungsgebiete den russischen nationalen Interessen widersprechen würden. Deshalb wurden zwischen die deutschen Siedlungen planmäßig russische gesetzt. Sie sollten dafür sorgen, daß die Deutschen bald russifiziert würden; auf der anderen Seite sollten die Russen sich an deutscher Tatkraft und deutschem Durchhaltevermögen ein Beispiel nehmen. Lutherische, katholische und mennonitische Siedler bauten jeweils eigene Dörfer auf. Auch hier schufen die Deutschen mustergültige Siedlungen mit schönen Häusern, ansehnlichen Kirchen und Schulen. Ebenso breitete sich in sibirischen Städten deutsches Handwerk aus. Zwar russifizierten sich manche ihrer Sitten, aber an der deutschen Sprache hielten sie überall fest, wo sich eine deutsche Gemeinschaft gebildet hatte. Mancher deutsche und österreichische Kriegsgefangene, der im Ersten Weltkrieg hierher in Arbeits- oder Gefangenenlager verschlagen wurde, war verwundert, hier Deutsche in größerer Zahl anzutreffen.
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In allen größeren Städten Rußlands gab es Deutsche, deren Väter vor Generationen als Handwerker, Kaufleute, Soldaten, Gelehrte und Ingenieure eingewandert waren. Sehr viele aus dem Baltikum! Die große Zahl deutscher Namen im zaristischen Heer, in der Marine, in der Verwaltung, aber auch bei den Banken, Handelshäusern und unter den Industriellen fiel in vielen Städten auf. Vor dem Ersten Weltkrieg lebten allein in Petersburg 50.000 Deutsche, in Moskau 20.000, in Saratow gleichfalls 20.000, in Odessa weit über 10.000. Deutsche Vereine, Zeitungen, Schulen und Gottesdienste gehörten hier zum normalen Stadtbild. Die ständigen Kontakte mit der russischen Mehrheitsbevölkerung führten hier jedoch sehr viel schneller zur Assimilation im Russentum als in den ländlichen deutschen Siedlungsgebieten, wo sich deutsche Sprache und Kultur - zumindest in Resten - sogar über beide Weltkriege hinweg retteten. Bis zum Ersten Weltkrieg hielten sich in Petersburg die bereits 1712 gegründete deutsche Petrischule und einige weitere Schulen deutscher Sprache mit Eliteanspruch, in die auch reiche russische Familien ihre Kinder schickten. Auch deutsche Kindergärten wurden hier bis zu Beginn des Ersten Weltkrieges zumindest geduldet. Allein in Moskau besuchten über 3.000 Schüler deutsche Schulen.
Noch heute erhalten: Kolonisten aus Württemberg gründeten 1804 den Badeort Lustdorf bei Odessa am Schwarzen Meer. Fotos (2): Greve
Vom Zaren bewundert: Der Deutsche Johann Cornies (1789 bis 1848) schuf aufgrund seines großen Einfallsreichtums in wüster Landschaft eine blühende Zivilisation.
http://www.webarchiv-server.de/pin/archiv03/3303ob17.htm
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