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Кому и зачем нужна "политкорректность"?

01.12.03 07:38
Re: Кому и зачем нужна "политкорректность"?
 
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в ответ Allmend 01.12.03 07:25

"Ich bin doch nicht dein Neger!"
Der Begriff Neger wurde in Zeiten des Kolonialismus und Sklavenhandels geprägt. Damals
wurde auch die Vorstellung verbreitet, Menschen mit schwarzer Hautfarbe seien primitiv,
wild, unzivilisiert überhaupt minderwertig gegenüber Weißen. Aus ihrer angeblichen
Überlegenheit leiteten die Weißen das Recht ab, Schwarze zu unterdrücken, zu mißachten, zu
versklaven. von diesem Unterdrückungsverhältnis zeugen zahlreiche Redewendungen z. b.
"Ich bin doch nicht dein Neger!" mit solchen Ausdrucksweisen werden Schwarze auch heute
noch als Subalterne, also in der gesellschaftlichen Hierarchie Untergeordnete Menschen
bezeichnet.
"Negerkuß"
Der Begriff "Neger" wurde in Zeiten des Kolonialismus und Sklavenhandels geprägt. Damals
wurde auch die Vorstellung verbreitet, Menschen mit schwarzer Hautfarbe seien primitiv,
wild, unzivilisiert - überhaupt minderwertig gegenüber Weißen. Häufig werden die angeblich
unterentwickelten Menschen als niedlich und süß dargestellt: Als "Negerkuß" oder "Eisneger"
können sie vernascht werden. Ernst genommen oder als ebenbürtig akzeptiert werden sie
damit ganz und gar nicht, im Gegenteil: In Gestalt von "Eisnegern" u. ä. erscheinen Schwarze
als Unterlegene.
"Buschzulage"
Weiße EuropäerInnen und NordamerikanerInnen haben schon vor Jahrhunderten die
Vorstellung entwickelt, ihre Kultur sei anderen überlegen. Als besonders primitiv werden seit
dieser Zeit Schwarze in Afrika dargestellt, als Inbegriff von Unterentwicklung und
Minderwertigkeit gilt das Leben im Urwald, im "Busch".
Der Ausdruck "Buschzulage" reproduziert somit die Arroganz und Mißachtung gegenüber
afrikanischen Kulturen. Zugleich diskriminiert er Ostdeutschland, wo West-Staatsbedienstete
eine "Buschzulage" erhielten: Ostdeutschland wird als zutiefst unzivilisiert und
unterentwickelt hingestellt.
"schwarzfahren"
In der christlich-abendländischen Kultur sind die Farben schwarz und weiß Metaphern für gut
und böse, Erfreuliches und Negatives. Schwarz ist beispielsweise der Teufel, weiß sind die
Engel. Schwarze Menschen werden auf diese Weise dämoniseirt und in ihrem Menschsein
abgewertet. Das geschieht auch durch zahlreiche Ausdrücke aus der Umgangssprache:
"schwarzsehen", "Schwarzhandel", "schwarzfahren" usw.
"schwarzsehen"
In der christlich-abendländischen Kultur sind die Farben schwarz und weiß Metaphern für gut
und böse, Erfreuliches und Negatives. Schwarz ist beispielsweise der Teufel, weiß sind die
Engel. Schwarze Menschen werden auf diese Weise dämonisiert und in ihrem Menschsein
abgewertet. Das geschieht auch durch zahlreiche Ausdrücke aus der Umgangssprache:
"schwarzsehen", "Schwarzhandel", " └schwarzfahren" usw.
"Zigeuner"
Das Wort "Zigeuner" geht auf die Bezeichnung als "ziehende Gauner" zurück. In der frühen
Neuzeit wurde der Begriff für Menschen verwendet, die durch Krieg und Gewalt von ihrem
Land und aus ihren Wohnungen vertrieben wurden und fortan auf der Straße lebten. Ihnen
wurde unterstellt, dem Müßiggang zu frönen und auf Kosten anderer zu leben. Später wurde
diese Behauptung auf eine einzelne ethnische Gruppe übertragen. "Zigeuner" wurden nun
nicht mehr als moralisch minderwertige VagabundInnen gesehen, sondern als
Nomadenvölker. Ihnen wurde ein Wandertrieb angedichtet, der sie für zivilisiertes Leben
untauglich mache. Mit diesem rassistischen Stereotyp schließlich rechtfertigte das
nationalsozialistische Deutschland die Verfolgung von Sinti und Roma bis hin zum
Völkermord.
Sinti und Roma haben mit dem Stereotyp "Zigeuner" nichts zu tun. Nur folgerichtig ist, daß
Interessenvertretungsorganisationen der Sinti und Roma in Deutschland diese
diskriminierende Bezeichnung ablehnen.
"mauscheln"
Im Jiddischen ist mauscheln ein Wort ohne jeden negativen Beigeschmack. Mauschel ist das
jiddische Wort für Mose, und mauscheln heißt nichts anderes, als in der Sprache des Mose zu
sprechen. In die deutsche Umgangssprache wurde das Wort allerdings mit einer ganz anderen
Bedeutung aufgenommen - es steht für betrügerisches, unlauteres, undurchsichtiges
Verhalten. Dieser Sprachgebrauch basiert auf der Vorstellung: Jüdische Menschen betrügen.
Der Ausdruck "mauscheln" transportiert also ein antisemitisches Stereotyp.
"Asylant"
Über das Wort "Asylant" ist in den letzten Jahren viel diskutiert worden. Dabei hat sich die
Auffassung durchgesetzt, daß dies eine abfällige Bezeichnung ist. Viele Wörter, die auf -ant
enden, benennen ausgesprochen üble Charaktere - Spekulanten, Querulanten, Denunzianten,
Simulanten usw.; der "Asylant" wird mit ihnen in eine Reihe gestellt. Aber auch
Wortzusammensetzungen wie "Scheinasylant" oder "Asylantenflut" rücken den Begriff
"Asylant" in ein ausgesprochen schlechtes Licht. Nicht zuletzt wirkt sich auch die
ausführliche Debatte über diese Bezeichnung aus: Nachdem vielfach festgestellt worden ist,
daß "Asylant" ein abwertender Begriff ist, kann kaum jemand das Wort unvorbelastet
gebrauchen.
"Ausländer"
In Deutschland sind viele mit der Einteilung schnell fertig: Wer nicht deutsch ist, ist eben ein
"Ausländer". Daß mit dieser Bezeichnung Men-schen, die auf Dauer im Land leben, aus
diesem herausdefiniert werden, fällt nur wenigen auf. Auch tut die allgegenwärtige
Zuordnung zu der Gruppe "Ausländer" so, als wären die ihr Zugehörigen allesamt gleichartig,
als würden sie sich allgemein von den Deutschen unterscheiden. Nicht zu überhören ist
vielfach ein abwertender Unterton, wenn von "Ausländern!" die Rede ist: Nichtdeutsche
Showstars und Leinwandidole, SportlerInnen oder SchriftstellerInnen, die sich hierzulande
niedergelassen haben, werden jedenfalls üblicherweise nicht pauschal in diese Kategorie
gesteckt.
"Ausländer" - damit sind heute schlicht diejenigen Nichtdeutschen ge-meint, denen ein großer
Teil der Deutschen ablehnend gegenübersteht. Ob mit negativem Beigeschmack versehen
oder nicht, eine Bedeutung enthält die Zuordnung "Ausländer" auf jeden Fall: Du bist nicht
wie ich, du gehörst nicht dazu, du bist mir nicht ebenbürtig. Und damit werden Menschen
aussortiert, ob bewußt oder unbewußt.
Auch wenn es zu dem Begriff "Ausländer" bzw. "Ausländerin" vielfach keine befriedigende
Alternative gibt, ist es notwendig, diesen Ausdruck zu problematisieren.
"Farbige"
Auf die negative Metaphorik, die in der christlich-abendländischen Kultur mit der Farbe
schwarz verknüpft ist, hat die von Schwarzen in den USA ins Leben gerufene antirassistische
Bewegung selbstbewußt reagiert - mit einer ausdrücklichen Umwertung der Farbe schwarz:
"Black is beautiful." Die Selbstbezeichnung als Schwarze ist eine deutliche Abgrenzung von
der Sprache, die die Sklavenhaltergesellschaft geprägt hat. Verschiedene Gruppen wie die
"Women of Colour" wählen den Begriff "Farbige" als eine positive Selbstbezeichnung. Die
Idee dabei ist, die Unterschiede zwischen Frauen verschiedener "Hautfarben" nicht zu
verwischen.
Als Fremdbezeichnung ist der Begriff allerdings sehr problematisch, weil er rassistische
Vorstellungen transportiert: Er unterstellt, daß Weiße keine Farbe hätten, daß sie damit
grundsätzlich anders seien als Schwarze. Auch durch die im südafrikanischen
Apartheidsystem entwickelte Hierarchie der Hautfarben hat der Begriff "Farbige" einen
fatalen Beigeschmack: Im rassistischen Südafrika hatten "Farbige" nämlich mehr Rechte als
"Schwarze".
Aus: DGB Thüringen: Baustein zur nicht-rassistischen Bildungsarbeit
http://www.zeichen-setzen.com/material/schulungsunterlagen/c1_3_sprachgebrauch.pdf
PS:
Насколько я помню, русские цыгане про └ziehende Gauner⌠ ничегоне слыхали и гордятся тем, что они цыгане. Слово скорее всего происходит от названия индийских рек Цин и Ган. А немецкие └политкоррекщики⌠ и их цыгане просто безграмотны.
 

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