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German in use

09.09.04 19:27
Re: Friedenpakt (bezüglich des Kopftuchverbotdispu
 
adalbert прохожий
adalbert
Ich verfolge die Diskussion in diesem Forum schon einige Zeit und fand sie recht interessant. Sie hatten gefragt, was denn in Deutschland an das Christentum erinnert und wo es heute noch das Leben der Leute prägt. Es sind nicht nur die Kirchen und Klöster. Der einfachste Hinweis ist der Sonntag. Sicher werden Sie jetzt einwenden, dass schließlich kaum noch jemand die Kirche besucht...- aber immerhin hat der Gesetzgeber den Sonntag unter einen besonderen Schutz gestellt. Außerdem besinnt man sich gerne der "großen" Festtage wie Ostern und Weihnachten - auch hier ist festzustellen, dass von den eigentlichen Festen nicht viel übrig geblieben ist. Es kann wohl einfach dargelegt werden, dass Weihnachten ziemlich kommerzalisiert worden ist. Hier kommt natürlich noch ein weiterer Punkt zum Tragen. Die beiden Feiertage sind zwar christliche jedoch ist in der Bibel über den Tag des Festes nicht viel geschrieben. Es wurden einfach Tage gesucht, die zuvor schon Feiertage bei den "Heiden" waren. "Die Kirche" stellte es überaus geschickt an ihren Einfluss so auszuweiten. Hierbei übernahm sie ohne weiteres auch heidnische Gebräuche, wenn es ihr nutzte.
- Stellt sich die Frage worauf basiert eigentlich die Kultur Deutschlands (ist doch ziemlich unterschiedlich in den einzelnen Landesteilen oder nicht?) - Sind es christliche, römische, griechische oder sonstige Einflüsse. Wenn man lange genug sucht werden die unterschiedlichen Prägungen der Epochen und deren heutiger Einfluss schon recht deutlich nur was für Schlussfolgerungen werden daraus gezogen?
Ist unsere Kultur einer anderen überlegen? Ich denke, hier sollte man sehr genau aufpassen, denn dies lehrt uns die jüngere deutsche Geschichte. Man darf durchaus stolz auf seine Herkunft, sein Wissen, sein Aussehen u.a. sein, jedoch sollte man sich davor hüten sich deshalb besser als andere Menschen zu fühlen.

 

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