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Ost-Kasachstaner знакомое лицо
in Antwort delphychka 29.07.11 09:37, Zuletzt geändert 29.07.11 13:56 (Ost-Kasachstaner)
Sehr geehrte Frau
delphychka!
Sie haben jetzt ein so kompliziertes Thema angesprochen, dass ich leider keine Zeit für an Sie adressierte Komplimente habe. Ich wollte Ihnen zwar (und auch grammatikalisch einwandfrei) sagen, dass ich mich wieder gefreut habe, die nackte Schulter und das Köpfchen mit der üppigen Frisur unter Ihrem Namensschild sehen zu dürfen, aber ich habe keine Zeit dafür.
Sie sind daran aber selbst schuld!
Nun gehen wir in ein von Ihnen vorgeschlagenes sozial-wissenschaftliches Gespräch hinein.
Meine Frau sprach vor der Abreise nur russisch, sie lebte zuerst an der Wolga und wurde nach dem Studium nach Kasachstan verteilt. Ihre Erziehung war wenig multikulturell, als meine. Man kann sie als Russin aus der Zeiten der UdSSR bezeichnen.
Leider hat sie nach Einreise nicht geschafft, deutsche Sprache im notwendigen Maße zu erlernen, weil sie wie auch sehr viele andere Menschen eine innere Hürde nicht überwinden konnte.
Sie schämte sich Ihrer schlechten Sprachkenntnisse (wie auch ich, übrigens) und versuchte ihr Leben so zu organisieren, dass sie nicht zu oft mit den nichtrussisch sprechenden Menschen ins Gespräch kommen musste. Wir sprachen unter uns nach Einreise fast ausschließlich nur russisch.
Ich kenne aber Familien, die nach einigen Jahren des Lebens in Deutschland, oder sogar fast gleich nach Einreise ins deutsch übergegangen sind. Das sind die deutschstämmige Zuwanderer, die auch in der UdSSR mehr oder weniger gut deutsch sprachen und sich nach Einreise in so einem Alter befanden, wo sich ein berufliches (selbst klein)Erfolg schon sehr schwierig gestalten könnte. Erwerb der Sprache in 5 oder noch mehr Jahren herauszuzögern, wurde für diese Menschen ein Berufsgrab bedeuten.
Ja, in der Regel stimmt das.
Es war mir auch gelungen, meine damals schon 11-jährige Tochter zu Gasteltern nach Österreich zu schicken, in die Provinz (Bundesland) Kärnten. Als Sie zurück kam, gab es bei ihr keine Probleme mit der Sprache. Nach der zweiten Reise im nächsten Jahr könnte Sie schon dortiges südbairisches Dialekt sprechen. Und in der sechsten Klasse hat sie in ihrer Schule (Ost-Berlin, am Rande der Stadt, nur 2-3 Schüler mit Migrationshintergrund) ein Wettbewerb gewonnen, und zwar im Schulfach - Deutsch. In dem Bezirkswettbewerb hatte sie unter 23 Teilnehmer den fünften Platz erreicht. Und das nach 2.5 Jahren des Lebens in Deutschland mit dem Einreisealter - 10 Jahre. So sind wir - die Asiaten!


Ich habe noch Probleme beim Sprechen. Weil ich beim Sprechen zu schnell bin. Es wäre gut, wenn ich dabei an andere Beschäftigungen denken würde, die ich üblicherweise langsam ausübe,
aber nein...
Ich vergesse auch Artikel, Deklinationen und Gebrauch der Verben mit Präpositionen und noch viele andere Sachen,
Aber wenn ich einige zur Zeit für mich dringende berufliche Aufgaben erledige, versuche ich meine sprachliche Mangel zu reduzieren und schreibe Ihnen, gnädige Frau, mit noch weniger Fehler irgendetwas schönes über.. z.B. die Schulter auf dem schon angesprochenem Foto. Vielleicht im November oder Dezember.
Bevor ich für Sie darüber ein Buch schreibe, empfehle ich Ihnen, meine (wissens)Neugierige, dieses Thema bei Brücke durchzuforsten.
Ich hatte damals unter dem Nick Musiker53 geschrieben.
foren.germany.ru/arch/bruecke/f/11104035.html?Cat=&page=3&view=collapsed&...
delphychka!Sie haben jetzt ein so kompliziertes Thema angesprochen, dass ich leider keine Zeit für an Sie adressierte Komplimente habe. Ich wollte Ihnen zwar (und auch grammatikalisch einwandfrei) sagen, dass ich mich wieder gefreut habe, die nackte Schulter und das Köpfchen mit der üppigen Frisur unter Ihrem Namensschild sehen zu dürfen, aber ich habe keine Zeit dafür.
Sie sind daran aber selbst schuld!
Nun gehen wir in ein von Ihnen vorgeschlagenes sozial-wissenschaftliches Gespräch hinein.
In Antwort auf:
Und für Ihre Frau? Sprach sie Deutsch?
In einer Familie ist es oft einfacher eine Heimatsprache zu sprechen.
Und für Ihre Frau? Sprach sie Deutsch?
In einer Familie ist es oft einfacher eine Heimatsprache zu sprechen.
Meine Frau sprach vor der Abreise nur russisch, sie lebte zuerst an der Wolga und wurde nach dem Studium nach Kasachstan verteilt. Ihre Erziehung war wenig multikulturell, als meine. Man kann sie als Russin aus der Zeiten der UdSSR bezeichnen.
Leider hat sie nach Einreise nicht geschafft, deutsche Sprache im notwendigen Maße zu erlernen, weil sie wie auch sehr viele andere Menschen eine innere Hürde nicht überwinden konnte.
Sie schämte sich Ihrer schlechten Sprachkenntnisse (wie auch ich, übrigens) und versuchte ihr Leben so zu organisieren, dass sie nicht zu oft mit den nichtrussisch sprechenden Menschen ins Gespräch kommen musste. Wir sprachen unter uns nach Einreise fast ausschließlich nur russisch.
Ich kenne aber Familien, die nach einigen Jahren des Lebens in Deutschland, oder sogar fast gleich nach Einreise ins deutsch übergegangen sind. Das sind die deutschstämmige Zuwanderer, die auch in der UdSSR mehr oder weniger gut deutsch sprachen und sich nach Einreise in so einem Alter befanden, wo sich ein berufliches (selbst klein)Erfolg schon sehr schwierig gestalten könnte. Erwerb der Sprache in 5 oder noch mehr Jahren herauszuzögern, wurde für diese Menschen ein Berufsgrab bedeuten.
In Antwort auf:
Daher sprechen die Eltern etwas schlechter, als die Kinder, die ständig unter Deutschen vermischt sind.
Daher sprechen die Eltern etwas schlechter, als die Kinder, die ständig unter Deutschen vermischt sind.
Ja, in der Regel stimmt das.
Es war mir auch gelungen, meine damals schon 11-jährige Tochter zu Gasteltern nach Österreich zu schicken, in die Provinz (Bundesland) Kärnten. Als Sie zurück kam, gab es bei ihr keine Probleme mit der Sprache. Nach der zweiten Reise im nächsten Jahr könnte Sie schon dortiges südbairisches Dialekt sprechen. Und in der sechsten Klasse hat sie in ihrer Schule (Ost-Berlin, am Rande der Stadt, nur 2-3 Schüler mit Migrationshintergrund) ein Wettbewerb gewonnen, und zwar im Schulfach - Deutsch. In dem Bezirkswettbewerb hatte sie unter 23 Teilnehmer den fünften Platz erreicht. Und das nach 2.5 Jahren des Lebens in Deutschland mit dem Einreisealter - 10 Jahre. So sind wir - die Asiaten!
In Antwort auf:
Aber Ihr deutsch ist super
Aber Ihr deutsch ist super
Ich habe noch Probleme beim Sprechen. Weil ich beim Sprechen zu schnell bin. Es wäre gut, wenn ich dabei an andere Beschäftigungen denken würde, die ich üblicherweise langsam ausübe,
Ich vergesse auch Artikel, Deklinationen und Gebrauch der Verben mit Präpositionen und noch viele andere Sachen,
Aber wenn ich einige zur Zeit für mich dringende berufliche Aufgaben erledige, versuche ich meine sprachliche Mangel zu reduzieren und schreibe Ihnen, gnädige Frau, mit noch weniger Fehler irgendetwas schönes über.. z.B. die Schulter auf dem schon angesprochenem Foto. Vielleicht im November oder Dezember.
In Antwort auf:
Wer sind Sie nun?
Sind Sie ein Deutscher?
Wer sind Sie nun?
Sind Sie ein Deutscher?
Bevor ich für Sie darüber ein Buch schreibe, empfehle ich Ihnen, meine (wissens)Neugierige, dieses Thema bei Brücke durchzuforsten.
Ich hatte damals unter dem Nick Musiker53 geschrieben.
foren.germany.ru/arch/bruecke/f/11104035.html?Cat=&page=3&view=collapsed&...
